Selbstbestimmung von Frauen stärken - "Pille danach" rezeptfrei abgeben

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Die sogenannte "Pille danach" soll nach Expertinnen- und Expertenmeinung künftig ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sein. Es gebe laut Bundesinstitut für Arzneimittel keine medizinischen Gründe, die für eine Rezeptpflicht sprächen. Der Bundesrat hat sich mehrheitlich ebenfalls für die Freigabe ausgesprochen. Auch die Bundesapothekerkammer fordert eine schnelle Umsetzung der jüngsten Empfehlung aus dem Januar 2014. 28 europäische Länder sind der seit Jahren immer wieder bekräftigten Empfehlung von Expertengremien bereits gefolgt. Deutschland nicht, obwohl die Bundesregierung anhand der Studienlage die Anwendungssicherheit als hoch bewertet. Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens nannte die Freigabe überfällig, da es nicht nachvollziehbar wäre, wenn das Selbstbestimmungsrecht von Frauen in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern weiterhin eingeschränkt würde. Mit der "Pille danach" wird keine Abtreibung vorgenommen, sondern Verhütung betrieben. Sie verschiebt den Eisprung und verhindert so eine Schwangerschaft.

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