Unterstützungsmöglichkeiten für Mehrkindfamilien

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Die familienpolitischen Sprecherinnen der Regierungskoalitionen, Karola Stange (MdL Die Linke), Birgit Pelke (MdL SPD) und Babett Pfefferlein (MdL Bündnis 90/Die Grünen) sind dankbar für die Offenheit und Beteiligung der eingeladenen Vereine, Verbände und Kommunen während des heutigen Fachgesprächs im Thüringer Landtag zu „Unterstützungsmöglichkeiten für Mehrkindfamilien“, zu dem sie eingeladen hatten und aus dem sie eine Vielzahl an Handlungsaufträgen mitnehmen.

„Neben höheren finanziellen Belastungen brauchen diese Familien oft eine größere Wohnung, ein größeres Auto und werden mehr als Familien mit nur einem Kind familiär in Anspruch genommen“, erläutert Babett Pfefferlein, familienpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die Situation von Mehrkindfamilien zu Beginn der Veranstaltung und verweist dabei auf den „2. Thüringer Familienbericht" vom November 2014. Danach sei die Zahl der Familien mit drei und mehr Kindern mit 5,9 Prozent aller Familien (ca. 12.000 Familien) gleichgeblieben. Familien mit mehreren Kindern stünden im Lebens- und Arbeitsalltag vor besonderen Herausforderungen.

„Als Gesprächspartner von SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurden explizit Familien, Vereine, Verbände und Kommunen eingeladen, die sich tagtäglich mit den Interessen und Bedürfnissen von Familien mit Kindern beschäftigen“, so Karola Stange, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Neben der grundsätzlichen Frage nach Unterstützungsmöglichkeiten für Mehrkindfamilien waren auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Nutzung kostenpflichtiger Freizeitangebote, Gebührenordnungen auf Landesebene und verschiedene Beratungsmöglichkeiten für Familien Themen der Diskussion. „Die Wünsche der Familienvertreter und -vertreterinnen an die Politik reichten von umfassenden Ermäßigungen bei der Nutzung des ÖPNV und dem Besuch öffentlicher Einrichtungen über eine größere Transparenz bei der Berechnung von Kita- und Hortgebühren bis hin zum Erhalt der guten Thüringer Beratungsstrukturen“, so Birgit Pelke, familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

„Um ein familienfreundliches Thüringen für alle Menschen in allen Thüringer Regionen zu erreichen, haben wir im Koalitionsvertrag ein Programm ‚Solidarisches Zusammenleben der Generationen‘ vereinbart“, erklärt Birgit Pelke. Mit dem Programm sollen familienunterstützende Leistungen in den Kommunen gemeinsam mit den familienpolitischen Akteurinnen und Akteuren konzipiert werden.

„Wir als familienpolitische Sprecherinnen wünschen uns von den Thüringer Ministerien, dass bei der Erarbeitung von Richtlinien und Verordnungen verstärkt auf deren Familientauglichkeit geachtet wird“, erläutert Karola Stange.

„Das heutige Fachgespräch war ein Auftakt für weitere Gespräche im Rahmen einer neuen Kommunikationskultur zwischen Politik, Verbänden und Kommunen. Ziel der Gespräche ist es, die Unterstützungsmöglichkeiten für Familien mit mehreren Kindern auszuloten, um im Laufe der Legislaturperiode Wege zur Verbesserung der Situation dieser Familien zu stellen“, so Babett Pfefferlein abschließend.

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