
Die Landesregierung will kein Ziel für den Anteil des Radverkehrs in Thüringen festlegen. Diese Aussage erhielt die Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jennifer Schubert, auf Anfrage. Es sei angesichts der vielfältigen regionalen Unterschiede nicht sinnvoll, eine einheitliche Zielgröße festzulegen, so die Regierung.
„Das ist zu kurz gedacht, denn damit vergibt das Land eine Chance. Nur wer Ziele vorgibt und kontinuierlich verfolgt, wird diese dann auch erreichen. Stattdessen betreibt Verkehrsminister Carius Politik nach Kassenlage und schaut mal, wo er rauskommt“, so die verkehrspolitische Sprecherin. Dabei sei der Drahtesel nicht nur ökologisch Spitze, sondern auch sehr schnell: „Mit dem Fahrrad können Entfernungen bis fünf Kilometer oft sogar besser erreicht werden, als mit allen anderen Verkehrsmitteln – mit modernen Pedelecs, die einen Elektromotor zur Unterstützung besitzen, sogar Strecken bis zu neun Kilometern.“
Schubert fordert deshalb die Erarbeitung von regionalen Zielgrößen, die dann landesweit zusammengefasst werden können. „Im Rahmen der anstehenden Überarbeitung des Landesentwicklungsplanes muss auch geklärt werden, wie viel Radverkehr wir wollen und wie wir das in den Regionen erreichen können“, so die Abgeordnete abschließend.