Integration ist keine Einbahnstraße und bleibt Daueraufgabe

Menschenrechte

Das Thüringer Integrationskonzept, welches im November 2017 vom Kabinett verabschiedet wurde, trägt die Überschrift: Für ein gutes Miteinander. Im Konzept selbst finden sich mehr als 100 konkrete Maßnahmen wieder, zu denen heute in einer Regierungsmedienkoferenz erstmals Zwischenbilanz gezogen wurde. Hierzu betont Astrid Rothe-Beinlich, Sprecherin für Integration und Flüchtlingspolitik der bündnisgrünen Landtagsfraktion:

"Wir sind sehr froh, dass sich unsere Landesregierung mit einem überaus ambitionierten Thüringer Integrationskonzept ressortübergreifend dieser wichtigen Aufgabe stellt. Klar ist: Integration ist keine Einbahnstraße und erfordert zudem ein dauerhaftes Engagement. Unser Dank gilt daher heute einmal mehr all denen, die sich landauf landab Tag für Tag um Integration bemühen, sei es im Verein, in der Kirchengemeinde, beim Sport, in Sachen Bildung oder aber auch einfach im guten nachbarschaftlichen Miteinander. Dazu gehört auch, sich selbst Veränderungen nicht völlig zu verschließen und offen für ganz andere Hintergründe, Kulturen und Geschichten zu sein.“

"Fakt ist: Integration lässt sich nicht verordnen und kann nur da gelingen, wo Menschen aufeinander zugehen, voneinander lernen und bereit sind, miteinander umzugehen. Und dafür braucht es mitunter auch einen langen Atem und gegenseitigen Respekt", gibt die Grünenpolitikerin zu bedenken.

"Bildung und gesellschaftliche Teilhabe sind und bleiben das A und O", ist Rothe-Beinlich überzeugt. Und das gilt bekanntlich für alle hier lebenden Menschen.

"In einer Zeit, in der auf Bundesebene ein geradezu unerträglicher Streit innerhalb der Unionsfraktionen auf dem Rücken von Geflüchteten ausgetragen und offen darüber nachgedacht wird, neue Orte der Hoffnungslosigkeit zu schaffen oder Menschen in Lagern an der Grenze zusammenzupferchen, braucht es umso mehr eine Politik, die sich strikt an Menschenrechten orientiert", ist die Grünenpolitikerin überzeugt.

"Ich bin sehr froh, dass unsere rot-rot-grüne Landesregierung hier deutlich einen Unterschied macht und sich damit befasst, Gelingensbedingungen für Integration zu verstetigen und zu verbessern, statt auf Spaltung, Hetze und Ausgrenzung zu setzen. Das Thüringer Integrationskonzept nimmt eben tatsächlich die gesamte Gesellschaft in den Blick und verschließt auch die Augen vor Schwierigkeiten nicht. Hier wird sich der Verantwortung im Großen wie im Kleinen gestellt - und das ist auch gut so", schließt Astrid Rothe-Beinlich.