
Die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt die aktuellen Aufklärungsbemühungen im Betrugsskandal beim KIKA, fordern aber auch eine Neuorganisation der inneren Abläufe des Senders.
„Das Bild von Herr Reiter ist falsch: Er ist kein Betrogener, sondern ein getäuschter Dienstvorgesetzter“, sagt der medienpolitische Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion, Carsten Meyer. „In diesem Zusammenhang ist zu fragen, wie eine solche Täuschung über Jahre hinweg möglich sein konnte.“ Offenbar waren die Kontrollmechanismen im Sender und die Organisation der inneren Abläufe völlig unzureichend. „Hier muss dringend nachgebessert werden“, betont Meyer im Nachgang der heutigen Sondersitzung des MDR-Rundfunkrates, dessen Mitglied er ist.
Die Betrogenen seien im Falle des KIKA die GebührenzahlerInnen. „Herr Reiter hätte als Kontrolleur die Interessen der Bürgerinnen und Bürger schützen müssen“, so Meyer weiter. „Zur Aufklärung der veruntreuungsfälle ist es daher wichtig, die jeweiligen Rollen der Beteiligten klar vor Augen zu haben.“ BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN halten den KIKA für ein wichtiges Spartenprogramm mit einem sehr guten Angebot. „Umso dringender ist es, seine Organisation auf ein stabiles Fundament zu stellen“, schließt Meyer.