
Auf die Mediennachricht, dass die Staatsanwaltschaft Erfurt wegen eines weiteren Betrugsfalles wieder Räume des KIKA durchsucht habe, reagiert Carsten Meyer, medienpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied im MDR-Rundfunkrat mit Unverständnis.
„Ich bin nicht überrascht davon, dass noch weitere Straftaten ans Licht kommen“, so Meyer. „Aber wir werden genau nachfragen, warum die interne Revision und die vom Sender beauftragten Externen offenbar auch diesen Tatbestand nicht erkannt haben und erst die Staatsanwaltschaft direkt tätig wird.“
Die Durchsuchung fand bereits am 21. Juni statt. Am 30. Juni tagte die Landesgruppe des MDR, 1. Juli der für Medien zuständige Ausschuß des Landtages und am 4. Juli der MDR-Rundfunkrat. „Wieso in keinem dieser Gremien ausführliche Informationen erfolgten, wird Herr Reiter als Intendant erklären müssen“, betont Meyer. „Denn nicht nur die Betrugsfälle als solche schaden dem KIKA, sondern zunehmend auch die Art und Weise der Aufklärung.“
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