
Unter dem Motto „Berufe mit Zukunft“ findet dieses Jahr zum achten Mal der Equal Pay Day statt, der auf das immer noch bestehende Lohngefälle von 21,6% zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht. Deshalb kamen Abgeordnete von R2G am Rande des Landtag-Plenums zusammen, um im Zuge einer gemeinsamen Aktion auf den Missstand hinzuweisen. Dabei wanderten auch unsere Abgeordneten Babett Pfefferlein, Dirk Adams, Astrid Rothe-Beinlich und Olaf Müller den symbolischen Weg von 78 zu 100 Prozent und repräsentierten damit das Ziel, welches sich die rot-rot-grüne Landesregierung auf die Fahnen geschrieben hat, nämlich die vollkommene Schließung der Lohnlücke.
„Wir wollen, dass Frauen endlich den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen. Um den Jahresverdienst eines Mannes zu erreichen, der eine gleichwertige Arbeit ausübt, müssen Frauen 79 Tage länger arbeiten. Damit befindet sich Deutschland auf einem der letzten Plätze im europäischen Vergleich. Das muss sich endlich ändern“, betont unsere gleichstellungs- und arbeitspolitische Sprecherin Babett Pfefferlein. „Hinzu kommt, dass die Bereiche, in denen überwiegend Frauen arbeiten, deutlich schlechter entlohnt werden als typisch männliche Berufe. Pflege, Erziehung oder Kinderbetreuung sind für unsere Gesellschaft extrem wichtige Aufgaben. Wir wollen, dass sie endlich gerecht entlohnt werden."
Abschließend verwiesen die Vertreterinnen der Koalitionsfraktionen auf den rot-rot-grünen Koalitionsvertrag, in dem die „richtige Ausgestaltung der Arbeitsmarktpolitik“ als ein „wichtiges Instrument zur Frauenförderung und Geschlechtergleichstellung und der Durchsetzung von Equal Pay“ bezeichnet wird und die „Unterstützung der positiven Entwicklung der Beschäftigungsquote von Frauen“ als Aufgabe formuliert ist.